Der Hospizgedanke


Würdig leben bis zum letzten Augenblick

Hospiz geht auf die Bezeichnung von Herberge für mittelalterliche Pilgerfahrer zurück, kommt vom lateinischen “hospitium” und kann unter anderem auch Quartier, Lager und Ruheplatz bedeuten.
Hospiz ist eine Haltung, die Sterben als zum Leben gehörend akzeptiert.
Als ambulantes Hospiz bezeichnet man die zielgerichtete, umfassende Betreuung von Menschen in der letzten Phase ihres Lebens, um ihnen zu helfen, in Frieden und Würde Abschied zu nehmen.

Der Mensch steht im Mittelpunkt

Der Hospizgedanke beinhaltet, dass der Mensch mit seinen Wünschen und Bedürfnissen den für ihn persönlich richtigen Weg zur Begleitung vorgibt.

Angehörige und Freunde sollten in seine Überlegungen mit einbezogen werden. Auch sie tragen viele Entscheidungen mit; ihre Gefühle, ihr psychisches und physisches Leistungsvermögen und ihre Grenzen müssen berücksichtigt werden.

Eine Hospizbegleitung bedeutet nicht im Vordergrund zu agieren, sondern es sind die kleinen Dinge, die dabei wichtig sind: Vertrauen, Verlässlichkeit, das Aushalten von schweren Situationen, das Zuhören und das Dableiben.

Die Begleitung geht nicht voraus, sondern sie geht mit, unter Umständen auch in der Zeit „danach“, der Trauerzeit.

„Sie sind wichtig,
weil Sie eben SIE sind.
Sie sind bis zum letzten Augenblick
Ihres Lebens wichtig!

Und wir werden alles tun,
damit Sie nicht nur in Frieden sterben,
sondern auch bis zuletzt leben können.“

Cicely Saunders
Begründerin der modernen Hospizbewegung